Drachenkopf Pflanze, Teetasse und Teekännchen

Was ist Drachenkopf und wie schmeckt er im Tee?

Drachenkopf klingt zunächst eher nach einer Fabelgestalt als nach einer Teepflanze. Hinter dem ungewöhnlichen Namen verbirgt sich jedoch ein aromatisches Kraut, das sich besonders durch seinen frischen, zitronigen Duft auszeichnet.

Für Kräutertee wird vor allem der Moldawische Drachenkopf (Dracocephalum moldavica) verwendet. Die Pflanze gehört zur Familie der Lippenblütler und ist unter anderem an ihren violett-blauen Blüten zu erkennen. Charakteristisch ist ihr intensives, an Zitrone erinnerndes Aroma. Der Botanische Garten des KIT beschreibt den Moldawischen Drachenkopf ebenfalls als stark zitronig duftende Pflanze, die für Tee verwendet wird.

Was ist Moldawischer Drachenkopf?

Der Moldawische Drachenkopf ist eine einjährige, aromatische Pflanze. Botanisch gehört er zur gleichen Pflanzenfamilie wie beispielsweise Minze, Salbei und Melisse.
Seinen Namen verdankt der Drachenkopf vermutlich der auffälligen Form seiner Blüten. Diese erscheinen meist in kräftigen Blau- bis Violetttönen und machen die Pflanze auch optisch zu einem besonderen Kraut.
Für die Verwendung als Tee werden die oberirdischen Pflanzenteile getrocknet und anschließend aufgegossen.
Besonders interessant ist dabei das natürliche Aroma: Wissenschaftliche Untersuchungen beschreiben Dracocephalum moldavica als deutlich zitronig duftende Pflanze.

Wie schmeckt Drachenkopf im Tee?

Wer den Namen zum ersten Mal hört, erwartet vielleicht einen kräftigen oder sogar scharfen Geschmack. Tatsächlich ist Drachenkopf deutlich zurückhaltender.

Im Tee schmeckt er meist:

  • frisch
  • mild
  • leicht kräuterig
  • angenehm zitronig
  • fein aromatisch

Sein Aroma erinnert etwas an Zitronenmelisse, besitzt aber einen eigenen Charakter. Auch Untersuchungen zum ätherischen Öl der Pflanze beschreiben ein zitrusartiges Aroma.

Dadurch eignet sich Drachenkopf besonders gut für Kräutertees, die frisch und aromatisch schmecken sollen, ohne ausgesprochen säuerlich zu sein.

Warum schmeckt Drachenkopf nach Zitrone?

Der zitronige Eindruck entsteht durch die natürlichen Aromastoffe der Pflanze.
Bereits beim Zerreiben der Blätter entwickelt sich ein deutlich wahrnehmbarer Zitrusduft. Deshalb wird der Moldawische Drachenkopf teilweise auch als Türkische Melisse bezeichnet.
Mit klassischen Zitronen hat die Pflanze botanisch allerdings nichts zu tun. Das Aroma entsteht vielmehr durch die Zusammensetzung ihrer natürlichen ätherischen Bestandteile. 
Das macht Drachenkopf interessant für alle, die einen zitronigen Tee mögen, aber nicht unbedingt einen Tee mit zugesetzten Zitronenschalen oder Aromen trinken möchten.

Drachenkopf als Bestandteil von Kräutermischungen

Drachenkopf kann sowohl allein als auch gemeinsam mit anderen Kräutern verwendet werden.
Sein frisches Aroma lässt sich beispielsweise gut mit milderen Kräutern, Blüten und weiteren aromatischen Pflanzen kombinieren.
In einer Kräuterteemischung übernimmt Drachenkopf häufig eine interessante Rolle: Er bringt Frische und eine leichte Zitrusnote mit, ohne den Geschmack der anderen Zutaten vollständig zu überdecken.
Dadurch können auch komplexere Mischungen ausgewogen und leicht wirken.

Wie bereitet man Drachenkopf-Tee zu?

Drachenkopf wird wie viele andere Kräutertees mit heißem Wasser aufgegossen. Für die Zubereitung eines losen Kräutertees kannst du dich grundsätzlich an folgenden Schritten orientieren:

  1. Die gewünschte Menge Kräuter in ein ausreichend großes Teesieb oder direkt in die Kanne geben.
  2. Mit sprudelnd kochendem Wasser aufgießen.
  3. Den Tee entsprechend der Empfehlung für die jeweilige Mischung ziehen lassen.
  4. Kräuter entfernen und den Tee in Ruhe genießen.

Bei fertigen Kräutermischungen solltest du dich immer an die angegebenen Dosierungs- und Ziehzeitempfehlungen halten, da sich Zusammensetzung und Stärke unterscheiden können.

Wie riecht Drachenkopf?

Schon vor dem Aufgießen fällt Drachenkopf durch seinen Duft auf. Getrocknete Blätter und Blüten besitzen ein krautig-zitroniges Aroma. Durch heißes Wasser werden die Duftstoffe stärker freigesetzt und der typische frische Charakter wird deutlich wahrnehmbar. Gerade deshalb ist Drachenkopf eine spannende Zutat für Menschen, die Kräutertees mit einer frischen Duftnote mögen.

Ist Drachenkopf das Gleiche wie Zitronenmelisse?

Nein.

Obwohl sich beide Pflanzen geschmacklich ähneln können, handelt es sich um unterschiedliche Arten.

Zitronenmelisse:
Melissa officinalis

Moldawischer Drachenkopf:
Dracocephalum moldavica

Beide gehören zwar zur Familie der Lippenblütler und besitzen ein zitroniges Aroma, dennoch unterscheiden sie sich botanisch und auch geschmacklich. Drachenkopf kann deshalb eine interessante Alternative für alle sein, die bereits Zitronenmelisse kennen und neue Kräuteraromen entdecken möchten.

Warum ist Drachenkopf im Kräutertee interessant?

Viele klassische Teekräuter sind sofort bekannt: Pfefferminze, Kamille, Salbei oder Melisse. Drachenkopf gehört dagegen zu den Pflanzen, die man häufig erst entdeckt, wenn man sich etwas intensiver mit Kräutertees beschäftigt. Dabei bringt er mehrere Eigenschaften mit, die ihn für Teemischungen interessant machen:

Ein unverwechselbares Aroma:
Die natürliche Zitronennote sorgt für Frische.

Eine schöne Ergänzung zu anderen Kräutern:
Drachenkopf lässt sich gut mit unterschiedlichen Pflanzen kombinieren.

Ein besonderer Charakter:
Neben bekannten Kräutern bringt er Abwechslung in klassische Mischungen.

Gerade regionale und handwerklich zusammengestellte Kräutertees zeigen, wie vielfältig Pflanzen jenseits der bekannten Standards schmecken können.

Drachenkopf-Tee – auch im Sommer eine schöne Idee

Durch seinen frischen Charakter eignet sich Drachenkopf nicht nur für eine heiße Tasse Tee. Auch abgekühlt kann ein Kräutertee mit Drachenkopf angenehm erfrischend schmecken. Dafür wird der Tee zunächst ganz normal mit heißem Wasser aufgegossen und anschließend vollständig abgekühlt. Mit Eiswürfeln serviert entsteht daraus ein unkomplizierter Kräuter-Eistee für warme Tage.

Wie schmeckt Drachenkopf im Tee?

Der Moldawische Drachenkopf ist ein aromatisches Kraut mit einem überraschend frischen und zitronigen Charakter. Sein Geschmack ist meist mild, kräuterig und deutlich weniger exotisch, als sein Name zunächst vermuten lässt. Wer Zitronenmelisse oder frische Kräuterteemischungen mag, dürfte deshalb auch Drachenkopf interessant finden. Und genau darin liegt der Reiz besonderer Kräuter: Manchmal versteckt sich hinter einem ungewöhnlichen Namen ein Aroma, das erstaunlich vertraut wirkt.

Drachenkopf in unseren Teemischungen

Drachenkopf findet sich bei uns in verschiedenen Kräutertees – jeweils in ganz unterschiedlichen Kombinationen. Dadurch lässt sich gut erleben, wie vielseitig das Kraut geschmacklich eingesetzt werden kann.

Besonders direkt ist unser Brennnesseltee mit Drachenkopf: Hier besteht die Mischung nur aus Brennnessel und Drachenkopf. Dadurch kommt der charakteristische Geschmack des Drachenkopfs besonders klar zur Geltung. 

Wer es komplexer mag, findet Drachenkopf auch im Frühstückstee. Dort wird er mit Zitronenverbene, Ringelblume, Pfefferminze und Zitronengras kombiniert – eine Mischung, bei der frische und zitronige Noten deutlich stärker im Vordergrund stehen.

Auch der Kräutertee Nr. 1 enthält Drachenkopf. Hier trifft er auf Zitronenmelisse, Pfefferminze, Ringelblume, Blaue Malve, Kamille, Holunderblüte und Spitzwegerich. Dadurch zeigt sich Drachenkopf eher als Bestandteil einer vielschichtigen Kräutermischung.

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